"Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen
unseres Lebens. Sie sollten es auch bestimmen."
Wilhelm Reich

Selbsterfahrung - Selbstentfaltung - Lebendigkeit - Wachstum

Mit unserer Arbeit wenden wir uns an Menschen, die sich aktiv für ihr Wohlbefinden engagieren wollen und die ihr persönliches Wachstum fördern möchten.
Viele von uns sind in ihrer Selbstentfaltung gehemmt und wurden "verbogen", so daß es erst eines intensiven Prozesses der Selbsterfahrung und Selbstfindung bedarf, um zum lebendigen Kern unserer Persönlichkeit und zu einer Harmonie unseres Körpers, unserer Seele und unseres Geistes zu gelangen.

Grundlagen unserer Arbeit
Unsere Arbeit stützt sich auf Theorien und Methoden v.a. aus dem Bereich der körperorientierten und humanistischen Psychologie. In ihr fühlen wir uns besonders dem Therapeuten und Forscher Wilhelm Reich verbunden. Er entwickelte die von Siegmund Freud begründete Psychoanalyse in seiner Charakteranalyse und Vegetotherapie weiter und schuf die Grundlagen, Gesundheit und Krankheit als einen einheitlichen Prozeß von Seele und Körper zu verstehen. Reich erkannte, daß wiederholte Mißachtung grundlegender Bedürfnisse, fortgesetzte seelische Kränkungen und anhaltende ungelöste emotionale Konflikte sowohl zu einer psychischen (=Charakterpanzer), als auch körperlichen (=Muskelpanzer) Verformung des Menschen führen. Die Folgen können sich in vielfältigen Beeinträchtigungen, Symptomen und Leiden zeigen und bedeuten für die Betreffenden eine mehr oder weniger umfassende und deutlich spürbare Einschränkung ihrer (ursprünglichen) Lebendigkeit. Reich bezeichnete schließlich derartige Erkrankungen als Störung des Bio-Energie- (=Lebenskraft) Flusses im Körper.
Reichs Erkenntnisse bilden die Basis vieler körperorientierter Therapieverfahren, so auch für die von der norwegischen Psychologin und Physiotherapeutin, Gerda Boyesen, entwickelte Biodynamische Psychotherapie und von den amerikanischen Ärzten, Alexander Lowen und John Pierrakos begründete Bioenergetische Analyse.
Der starke Einfluß von Reichs Vegetotherapie in diesen beiden Ansätzen wird darin deutlich, daß sie viel Arbeit mit körperlichen (Ver- ) spannungen enthalten. Es werden spezielle Haltungs- , Bewegungs- und Atemtechniken verwendet, die dazu dienen, die Muskelpanzerung aufzulockern, den unterdrückten Ausdruck von Gefühlen und Bedürfnissen zu befreien und die ganze Person zu beleben.
Eine wichtige Erweiterung der Reichschen Methode durch Lowen besteht darin, einen bewußten Kontakt zwischen den Füßen und dem Boden herzustellen (Grounding; Erden), sich geerdet, verbunden, verwurzelt zu fühlen, zu wissen, wo man steht und wer man ist.

Eine wichtige Erweiterung der Reichschen Methode durch Lowen besteht darin, einen bewußten Kontakt zwischen den Füßen und dem Boden herzustellen (Grounding; Erden), sich geerdet, verbunden, verwurzelt zu fühlen, zu wissen, wo man steht und wer man ist.
Während die Bioenergetik mit einer Vielzahl von Übungen (Stehen, Gehen, Laufen, Springen, Hüpfen, Hocken, Beugen, Dehnen, Treten, Schlagen usw.) das Schwergewicht der Körperarbeit auf die Wahrnehmung und Modifikation der (gestreiften) Skelettmuskulatur legt, hat die Biodynamik besondere Methoden (Massagen) entwickelt, um die in den Eingeweiden (glatte Muskulatur) stattfindenden Prozesse zu beeinflussen. Dies betrifft vor allem die Anregung der Darmtätigkeit zur Regulierung und Ausscheidung "nervöser Flüssigkeit" und zur Wiederherstellung des körperlichen und seelischen Gleichgewichts nach emotionaler Belastung (Psychoperistaltik).
Dem liegt die Auffassung zugrunde, daß ein gesunder Mensch in der Lage ist, auch schwerste emotionale Ereignisse auszudrücken, aufzulösen, zu "verdauen", sofern die nötigen Voraussetzungen (wie Ruhe und Sicherheit) für die Entspannung der Eingeweide gegeben sind. Wenn aber (z.B. durch Dauerstreß) die Psychoperistaltik immer wieder verhindert wird, so daß die Eingeweidemmuskeln ihre Reaktionsfähigkeit reduziert oder schließlich aufgegeben haben, spricht man von der Eingeweidepanzerung.
Sie bedeutet, daß die einem jeden Menschen innewohnende Fähigkeit zur Selbstheilung und Selbstregulierung vermindert oder gar verlorengegangen ist.
Zu den therapeutischen Konzepten, in die die Biodynamische Psychotherapie eingebettet ist, gehört auch die von Friedrich S. Perls gegründete Gestalttherapie, bezeichnet als einen "Weg der Heilung, auf dem die zersplitterte Persönlichkeit ihre widersprüchlichen Ich- Ideale und Bedürfnisse in der selbst- nahen Person versammeln lernen kann. Wenn die Person im Austausch mit der Umwelt ein ständig fließendes Gleichgewicht zwischen allen mit - und gegeneinander wirkenden Kräften findet, sprechen wir von der vollendeten Gestalt". Gestalttherapie betont die Wichtigkeit von Kontakt mit der Umwelt (als Quelle der Bedürfnisbefriedigung), von Bewußtheit im Hier- und- Jetzt, von der Erledigung unerledigter Geschäfte und von der Befriedigung gegenwärtiger Bedürfnisse. Im gestalttherapeutischen Sinn arbeiten heißt: zu beschreiben, was jemand im Moment erlebt; zu und mit Personen sprechen, statt über sie; Erinnerungen und Zukunftserwartungen als Gegenwart beschreiben; Träume nicht nur zu erzählen, sondern sie zu durchleben und sich auf mannigfache Weise auf Experimente in Phantasie und Handlung einzulassen.